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JW
TBoards – Trouble 1993
TBoards Trouble von 1993 mit unter anderem Jan Waage, Klaus Dieter Span, Holger von Krosigk, Emjay, Richie, Markus Müller, Patrick Eling und grossen Hosen, kleinen Rollen plus einigen Bildern aus der alten I-Punkt Halle und das alles in VHS Qualität. Bombe!
Danke für den Tip KAAL!
Jonn Rübcke Fotos von Jan Waage
Jonn Rübcke, der weiter fleissig an seinem Buch über das alte i-punkt Skateland arbeitet, war so nett mit ein paar Bildern aus seinem Fundus unsere Jan Waage Reihe zu ergänzen. Super Sache das! Danke!




Jan Waage Deutsche Meisterschaft & Streetstyle Pinneberg
Ein dicker “Strich Achter”, mit einem noch dickeren Method Air von Jan Waage darüber. Das folgende Foto ist auf der Deutschen Meisterschaft am 17./18 September 1988 entstanden. Es war der erste Contest den Jan weit ausserhalb von Hamburg skatete und er übernachtete wie alle Teilnehmer in einer vom “Deutschen Rollsportbund” gestellten Turnhalle. Seine Eltern sind damals auch nach Berlin gefahren und haben aus dem Hintergrund heimlich beobachtet, wie ihr Sohn im “Streetstyle” Deutscher Meister wurde.
Dieses, von den Jahren deutlich gezeichnete Foto, ist vor einiger Zeit für eine Postkarten-Werbung von Holon, einer Skatefirma die Jan Waage, Joerg Bruns und Fiete Bluhm gründeten, verwendet worden und rechts im Bild ist unverkennbar Freestyle-Urgestein Christian Seewaldt zu sehen. Ab damit ins Flickr Album.


Und hier noch ein weiteres Foto mit einem Method Air von Jan Waage aus dem Jahr 1987. Es ist auf einem von American Sports ausgerichteten Contest unter der Pinneberger Hochbrücke entstanden.

zuvor über Jan Waage:
Jan Waage USA Tour 1989
Jan Waage USA Tour 1989
Kurz nachdem Jan den Titel des Street-Amateur Worldchampion einsackte, reiste er in die USA. Er machte eine Menge Fotos und schrieb seine Erlebnisse fast täglich in einen flattrigen Collegeblog. Sein Tagebuch plus Fotos stellte er uns für den Blog zur Verfügung.
Am 15.November 1989 startete er alleine in Hamburg, sein Ziel Dallas. Dort war er mit den beiden dänischen Skateboardern Nicky Guerrero und Sören Greve verabredet. Das Rundum-Sorglos-Paket der Fluggesellschaft gewährte Jan in Dallas eine Übernachtung in einem nahe gelegenen Hotel und so konnte er am nächsten Morgen ausgeschlafen seine Freunde und Reisebegleiter, die mit einem Delay von 24h dort eintrafen, am Airport empfangen. Von dort fuhren sie ersteinmal mit dem Taxi direkt zum Jeff Phillips Skatepark, der in den nächsten Tagen ihr neues “Zuhause” werden sollte.
Jeff Phillips Skatepark – Mike Youssefpour
Er war beeindruckt von dem Niveau welches die Locals dort an den Tag legten und nach einem Contest resümiert er in seinem Tagebuch:
“Die Locals Mark Roach und Mike Crum sind für mich die Besten, sie sind zum Teil besser als die Pros.(vor allem Mark Roach)”
Zwei Wochen verweilten sie in Dallas und neben dem Park- stand natürlich auch Poolskaten ganz oben auf ihrer To-Do-Liste.
Ende November kaufte Nicky sich für stolze 850$ ne Karre und sie fuhren in einer Nacht-und Nebelaktion nach Housten. Dort checkten sie in ein Hotel ein.
In Houston fand der legendäre “Shut up and Skate” Contest statt, an welchem Nicky teilnahm. Er landete in einem packendem Finale nach Allen Losi & Bod Boyle auf dem dritten Platz und sackte ein Preisgeld von 750$ ein. Seinen Run haben wir in folgendem Contestmitschnitt auf Youtube gefunden, er beginnt bei 4:49.
Houston Shut up and skate Part 2 of 2
Den Sparfuchs hatte Nicky offensichtlich nicht erfunden und er machte mit seinem Geld daß, wofür es da ist, ausgeben. Er kaufte sich zuerst einmal eine Erikah Badu CD …

…und dann ein Keybord und eine Gitarre.


Foto im Hotelzimmer: Nicky Guerrero , Jan Waage, Sören Greve , Tod Swank und 3 Foundation bzw. Santa Cruz Teamfahrer
Ein paar Tage nach dem Contest starteten die drei ihre ” Hell Tour”, von Texas nach Kalifornien. Zwei Tage waren sie “on the road” und nach einem kurzen Zwischenstopp mit Übernachtung in einem Hotel in Tucson, erreichten sie am späten Abend ihr Ziel, San Diego. Dort besuchten sie Nickys Grossmutter in Oceanside. Jan beschreibt die ersten Eindrücke in seinem Tagebuch wie folgt: “Sie haben ein grosses, neues Haus und sind sehr ordentlich und gebildet” und ergänzt, in Klammern gesetzt, dahinter “glaube ich jedenfalls”

“Die Hell Tour” – Skizze aus Jan Waages Tagebuch
Am nächsten Tag, nach kurzer Stippvisite bei G&S, fuhren sie weiter nach Santa Barbara, wo Nicky seinen Vertrag bei Powell unterzeichnete. “Der Vertrag war so dick wie eine Bibel“.
Dann ging es weiter nach Huntigton Beach zu Hasse Lindgreen. Dort skateten sie einige schöne Spots und schauten mit Per Welinder das damals brandneue Powell Video “Ban This”, bis sie schliesslich zurück zur Oma nach Oceanside gingen.

Dort verweilte Jan, bis er in seinen für den 21.12. gebuchten Flieger stieg und nach Hamburg zurückflog. Nach einer ereignisreichen Reise, eindrucksvollem Skaten, vielen neuen Bekannschaften und Einblicken hinter die Kulissen des Skateboard-Business schreibt JW abschliessend in sein Tagebuch:
“Ich habe viel erlebt und viel gesehen, aber ich weiss jetzt das Amerika nicht das Land der Träume ist!”
Der alte Jungfernstieg 1988
Ausser ein paar in den Wänden verankerten Bänken, Mülleimern und Betonpollern hat der alte Jungfernstieg nicht viel skatebares hergegeben. Es war vermutlich eher die zentrale Lage und die Kulisse, die den Platz zwischen Gänsemarkt und Mönckeberg, für viele Jahre zu einem der wichtigsten Treffunkte der Hamburger Skateszene machte. Im Foto-Fundus von Jan Waage haben wir diese drei Aufnahmen vom Stieg gefunden und jetzt auch in seinem Flickr-Album geparkt.

JW berichtet fast täglich ab spätestens 14h dort gewesen zu sein und erzählt das des öfteren jemand eine daheim zusammengeschraubte Rampe mit der S-bahn zum Stieg brachte. American Sports, dieser Tage einer der bekanntesten und am besten sortierten Skateshops im Norden war gleich um die Ecke gelegen und konnte schnell aushelfen, wenn Kingpins oder Boards brachen, Kugellager das zeitliche segneten, oder die gefrässige Binnenalster nach einem Slam mal wieder ein komplettes Skateboard verschluckte…
Zuvor auf unserem Blog:
Jan Waage Congratulation-Board
Jan Waage BMX 1985/86
Bevor Jan Waage Skateboarding für sich entdeckte, fuhr er, wie auf den unten angefügten Bildern zu sehen, BMX. Es muss circa 1985/86 gewesen sein, als er mit seinen Eltern das Zweiradhaus Ehrig in Volksdorf aufsuchte, um sich sein erstes Bike zuzulegen. Die passenden Klamotten gabs obdrauf und nachdem Mutti dem 12jährigen Jan mit der Nähmaschiene den Vans-Sticker auf dem Sweatshirt plazierte, war sein Outfit auch nahezu perfekt.
Übrigens, unsere Nachbarn und Freunde von UnityBMX, waren nicht sonderlich überrascht, als wir von den alten Bildern berichteten und erzählten sofort wann, wo, mit wem und vor allem wie gut Jan BMX gefahren ist. Klasse Fotos!
Weitere Posts zu Jan Waage:
Jan Waage Congratulation Board
John Cardiel über Jan Waage in der Kingpin
Jan Kliewer führte kürzlich auf dem Vans Downtown Showdown ein kurzes Interview mit John Cardiel. Dieser entpuppte sich, passend zu unserem aktuellen Blog-Thema, überraschenderweise als Jan Waage Fan. Hier drunter nun ein kurzer Auszug aus dem John Cardiel Interview in der aktuellen Kingpin. Ausserdem eröffnen wir mit einer Sequenz aus der neuen- und ein paar Bildern aus der alten i-punkt Halle das Jan Waage Flickr-Album, welches wir in den nächsten Tagen Stück für Stück mit neuen Bildern füllen werden. Und ja, wir freuen uns sehr auf den JW Part in Rollen AALer 3!
Aus dem Kingpin Interview:
“Als ich mich eingangs als “Jan” vorgestellt hatte, stutzte er kurz und fragte, ob ich der Typ sei, der früher immer den Hamburg i-punkt gekillt hätte. Ich verneinte, erzähle ihm aber, dass er sicherlich Jan Waage meinen müsse, der in den 90ern ein Pro-Board auf Powell gehabt hatte. Daraufhin berichtete er, er hätte es geliebt, Jan beim Skaten zu sehen, und ich erwiderte, das ich als Kind oft an besagtem Bowl sass und Jans Skaten erfurchtsvoll bestaunte.
Kann ich an diesem Fall ein Frage einfügen? Ich will wissen: Wo ist Jan(Waage) Komm zurück Jan!

Jan Waage Backside 540° im neuen i-punkt-Bowl
Ja, Mann! Also so weit ich weiss, wird er einen Part im kommenden Cleptomanicx-Video haben. Schau mal nach!
Ich kanns kaum erwarten! Komm zurück!! Ich will den Frontblunt Tailsmash!
Wann hast du ihn eigentlich skaten sehen? Auf einem Deiner Trips nach Europa?
Ja, auf einer Reise sind wir auch mal den Bowl geskatet, von dem du gesprochen hast. Jan war auch da, aber er hat sich sehr zurückgehalten. Er ist eben ein cooler Typ. Ich habe mir auch immer gerne Footage von ihm angesehen. Wie gut der gefahren ist! Für mich fuhr er immer ein bisschen wie Danny Way.
Jan Waage Noseslide in der alten i-punkt Halle
Ja, das war sein grosses Vorbild
Auf jeden Fall hatte er einen ähnlichen Style. das war immer schön anzusehen, denn Danny Way ist für mich auch der Grösste.
Tja, damals, wenn ein neues Plan B Video rauskam, hat Jan sich Dannys Part angesehen und ist dann gleich in die Halfpipe gerannt und hat 360Flip Noseslides geübt, so wie Danny sie gemacht hat.
Deshalb ist er so ein krasser Typ. Super für euch, dass ihr das miterleben konntet. Er ist auch immer die gleichen Boards wie Danny gefahren, mit diesem schmalen Tail, so ein Football-Shape…
Verrückt das du dich an solche Details erinnern kannst!
Ja! Ich habs gesehen…Skaten ist meine Liebe! Skaten für immer Skaten…”
Jan Waage Congratulation Board
Wir haben ein neues Skateboard plus passendes T-Shirt zu Ehren des amtierenden Amateur-Weltmeisters von 1989: Jan Waage! Die Illustration, die Stefan Marx eigens hierfür anfertigete zeigt JW, wie er zusammen mit der gesamten alten i-Punkt Posse auf einem überdimensionierten Jetski reitet. Von links nach rechts darauf zu sehen sind Richie Löffler, Benni Haas, Tim Bovensiepen, Friese Jr., Konstantin Bär, Malte von der Born, Emjay, Fabio Fusco, Heidi, Jan Waage, Chris Leydecker und Patrick Eling!
Als mehrfacher Deutscher und Norddeutscher Meister war Jan Waage kein unbeschriebenes Blatt mehr, als er sich 1989 auf dem Worlcup in Münster ganz oben auf das Siegertreppchen skatete. Der Monster Mastership war nicht nur hierzulande einer der renomiertesten Contests, denn es war völlig normal, dass die grossen Skateboardteams aus Europa und Übersee Jahr für Jahr zum Worldcup, die kleine Stadt in Westfalen besuchten. Von Tony Hawk bis Natas Kaupas, von Lance Mountain über Matt Hensley bis Rodney Mullen, von Ed Templeton bis Ray Barbee, alle waren sie irgendwann einmal mit von der Partie.
Jan, damals knappe 16 Jahre alt, startete das erste Mal auf dem Münster Monster Mastership, der übrigens der letzte sowohl unter freiem Himmel, als auch für Amateure sein sollte. Somit kann er bis heute, also seit nunmehr 21 Jahren, den Titel des Amateur-Worldchampion-Street sein Eigen nennen.
Mit Bergen von Fotos, einigen Videos und Skateboards, die er uns zur Verfügung stellte und den unzähligen Geschichten, die er ausplauderte, wollen wir euch in den nächsten Tagen einen Hamburger Skateboarder vorstellen, der uns nachhaltig in Erinnerung geblieben ist.
Hier zunächst einmal sein Contest-Run von damals:



















